Studiengang

Industrielle Produktion - News

01.02.2016

Zukunft Multi-Material-Design

Der erste VW Golf von 1974 wog im Leergewicht 830kg. Der VW Golf VI bringt heutzutage 1,2 Tonnen Leergewicht auf die Waage. Der Trend des Leichtbaus hält seit Jahren in der Automobilindustrie Einzug, da gesetzliche Vorgaben die Automobilkonzerne zwingen den CO2- Ausstoß zu verringern. Weiterhin wollen Verbraucher immer mehr technischen Komfort, Sicherheit, Platz und Funktionalität. Erklärtes Ziel ist es daher Gewicht einzusparen, Designoptimierungen vorzunehmen sowie einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus beizutragen.

Um diesen Zielen gerecht zu werden, setzen die Automobilhersteller auf ressourcenschonende Technologien wie die Faserverbundwerkstoffe. Diese Werkstoffe bestehen aus mehreren Komponenten und können beispielhaft Kohlenstoff, Glas und Polymere sowie Metalle enthalten. Die neuen Werkstoffe werden in ihren Eigenschaften miteinander kombiniert und sind somit leichter, stabiler und korrosionsbeständiger als reine Metalle. In der Verarbeitung der neuen Materialien ergeben sich hieraus neue Anforderungen, sodass die Werkstoffe nicht mehr geschweißt und gelötet werden, sondern mit Klebetechnik zusammengefügt werden.

Moderne Klebestoffe ermöglichen somit zukunftsträchtige Leichtbauweisen. Deren fachgerechter Einsatz setzt jedoch Erfahrungen und Fachwissen bei allen Mitarbeitern voraus. Angefangen von den Entwicklungsingenieuren bis hin zu den Werkern in den Produktionsstätten ist ein Bildungs- und Qualifikationsbedarf vorhanden. Aus diesem Grund hat der Studiengang: „Industrielle Produktion“ seit mehreren Jahren den Lehrplan für Studierende angepasst und vermittelt diese Anforderungen im Fach Werkstoff- und Fertigungstechnik.

Darüber hinaus gibt es seit Oktober 2015 eine Kooperation mit dem Volkswagen Bildungsinstitut GmbH. Werker des VW Konzerns werden 4 Tage in einem Theorieteil auf die Anforderungen neuer Verbundwerkstoffe geschult. Am fünften Tag erfolgt der praktische Teil an der Staatlichen Studienakademie Glauchau. In den modernen Werkstoffprüflaboren konnten wöchentlich 10-12 Werker des Volkswagen Bildungsinstitut GmbH Zugversuche an einer „TIRA test 28 100“ für Kombinationen innovativer Werkstoffverbindungen der aktuellen Fahrzeugtypen durchführen, teilte uns Studiengangleiter Herr Prof. Dr. Heiko Enge auf Anfrage mit.

Auch im kommenden Jahr ist eine Intensivierung der Zusammenarbeit angedacht. Diesmal werden Mitarbeiter der Porsche AG Versuche in unserem modernen Laborgebäude durchführen.


 
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Prof. Dr. Heiko Enge

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